Samstag, 8. Oktober 2011

Die Zeit vergeht sooooo schnell!!

Es ist unglaublich! Heute sind wir genau auf den Tag einen Monat in Cairns! Die Zeit vergeht unglaublich schnell, was zum Glück ein gutes Zeichen ist.
Am ersten Wochenende in Cairns haben wir sehr enthusiastisch den Geburtstag von Patrick gefeiert. :-) Zudem haben wir auch unser neues Heim an der Draper Street 310 bezogen. Wer einen facebook-account besitzt, kann dort unsere Hausvorführung auf Video anschauen :-)

Der Alltag hier in Cairns hat sich sehr schnell eingestellt. Jeden Tag gehen wir von 08:30 bis 15:30 Uhr zur Schule, danach sind immer Hausaufgaben angesagt. Aber auch ein bisschen Freizeit muss man haben. Die verbringen wir meistens mit Sport, "sünnele" in der Lagoon, gemeinsamem Kochen, flanieren und essen an der Promenade (Esplanade), sight-seeing, ein paar Drinks in einer gemütlichen Bar oder sogar mit einer unter-der-Woche-Party.


 Indoor Socker nach der Schule; ich war Goalie :-)

 
Hausaufgaben im Garten (normalerweise steht da kein Bier auf dem Tisch!!)

Die Schule ist sehr gut! Die Lehrer sind sehr professionell, die Lehrmaterialien tiptop und unsere Mitstudenten sehr lustig und nett. Wir haben hier also einen perfekten Mix aus Seriosität, intensivem Lernen, Spass und Heiterkeit gefunden.
An den Wochenenden sind wir fast immer aktiv; sei dies mit verschiedenen Parties in Cairns oder mit einem längeren Ausflug in einer grossen Gruppe. Vorletztes Wochenende sind wir zu elft mit zwei Mietwagen für zwei Tage ins Outback gefahren: nach Chillagoe. Dort besuchten wir verschiedene Höhlen, schwammen in natürlichen Pools, kletterten auf Felsen herum um die Aussicht zu geniessen, beobachteten Kängurus und Wallabies und und und.

 Unsere Gruppe bei den Barron Falls

Auf den extrem scharfkantigen Felsen bei Chillagoe

Im Untergrund... Wir befinden uns in einer Höhle bei Chillagoe

THE gang!

Sonnenuntergang im Outback

The Balancing Rock: dieser Felsen steht einfach so da!! Unglaublich!

 Fitzroy Island war am letzten Wochenende angesagt. Das ist eine sehr kleine Insel nahe bei Cairns, wo wir campten. Wegen dem Great Barrier Reef, das sich schier endlos vor der Küste entlangzieht, war der Strand auf Fitzroy fast vollständig mit harten Korallen bedeckt, die aus dem Meer angespült worden waren. Das war ein bisschen unangenehm, falls man barfuss spazieren wollte, aber es sah trotzdem sehr schön aus!


 Die unendlich vielen, harten Korallen am Strand

 Die Aussicht vom Gipfel auf Fitzroy Island
Und dieses Wochenende war wieder Party angesagt. In einer Gruppe von insgesamt 19 Personen haben wir den sog. "Ultimate Partybus" gestürmt. Beginn ist um 19 Uhr im Club namens Gilligans, wo es zuerst Abendessen gibt. Danach fährt man mit dem Partybus von einem Club zum nächsten. Und überall ist happy hour. :-) Im Bus wird laute Musik gespielt, um die Stimmung anzuheizen. Der ganze Spass ist dann aber bereits um Mitternacht vorbei und man wird wieder im Gilligans "entlassen". Dort kann man allerdings solange bleiben, wie man will. Und wir hatten ein Thema für unsere Gruppe: Ultimate Party Airline. Wir verkleideten uns alle als Piloten und flight attendants. Das sah wirklich cool aus!

 
 The Ultimate Party Airline crew

The cabin crew :-)

Diese Woche wartet nun wieder Schule und viele Hausaufgaben auf uns. Am nächsten Wochenende wollen wir dann wieder eine Tour unternehmen, für das Wochenende darauf ist ein Ausflug nach Sydney geplant und das letzte Wochenende im Oktober wollen wir mit Tauchen im Great Barrier Reef verbringen. Das ist ein Leben!!!! :-)
Ich wünsche euch alles Gute und Schöne!! Liebe Grüsse aus dem nun sehr warmen und düppigen Cairns, Lara

Dienstag, 13. September 2011

Paradies auf Erden: Fiji

Nach Neuseeland sind Patrick und ich am 30.8. nach Nadi, Fiji, geflogen. In Nadi übernachteten wir in einem gemütlichen Hostel, wo wir die Weiterreise noch organisieren konnten und in den ersten Genuss von Fiji-Kultur kamen: Einige Männer und Frauen (locals) sassen gemeinsam um eine grosse Schale, tranken das typische Getränk namens Cava daraus und jemand spielte noch auf der Gitarre traditionelle Fiji-Songs inklusive Gesang.

Am nächsten Morgen wurden wir im Hotel abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort konnten wir ein High-Tech-Schlauchboot mit zwei Motoren besteigen und mit Höchstgeschwindigkeit übers Wasser brettern. Ziel: Octopus Resortauf der Waya-Insel, welche zu den Yasawa Islands im westlichen Fiji zählt. Nach max. zwei Stunden Bootsfahrt wurden wir auf Waya von der Hotelcrew singend willkommen geheissen. BULA!



Und schon realisierten wir: Wir befinden uns im Paradies! Der Resort war der hammer! Ein wunderbarer Sandstrand, viele Bungalows, Palmen, Korallenriffe vor der Tür, superfreundliches Personal, fantastisches Essen, interessante Freizeitangebote und und und. WOW! Wir verbrachten die folgenden vier Nächte im Octopus Resort, ohne jeglichen Anschluss an Telefon- und Internetnetz. Herrlich!



Während diesen viereinhalb Tagen verbrachten wir die Zeit mit folgenden Aktivitäten: 
"Sünnele", seeeeehr viel Beachvolley, schnorcheln, Kayakfahren (Pädu), Schwimmen mit Mantas (Lara), musizieren, fijianisch kochen, Dorf besuchen, Cava trinken, kleine Strandparty, Lagerfeuer, spannende Diskussionen mit Einheimischen und Touristen und vieles mehr.

 (An einem Quizabend hat "mein" Team gewonnen. Der Preis war ein Champagner-Mittagessen am Strand)

 (Da ich leider meine Unterwasserkamera beim Manta-Schwimmen nicht dabei hatte, habe ich ein Foto eines Fotos gemacht :-) )

 (beim Abendessen)

 (ein kleiner Teil der Hotelbesatzung beim Cava-Trinken)

 (Auf dem Fussweg ins Dorf in der Nähe des Resorts: das Dorf liegt direkt am Strand unter den Bäumen. Sehr viele Dorfbewohner arbeiten im Resort.)

(Geräucherter Fisch. Fisch ist sowieso ein sehr wichtiges Nahrungsmittel, welches täglich frisch gefangen wird)

Unser nächster Aufenthalt war the Blue Lagoon Resort auf der Nacula Insel (auch Yasawa Islands). Da es offensichtlich keine Strassen und Brücken auf und zwischen den Inseln gibt, wird der ganze Verkehr per Boot und teilweise auch Wasserflugzeug abgewickelt. Es läuft also folgendermassen: Wenn man nicht privat transportiert wird wie wir zuvor zum Octopus Resort, dann muss man die Fähre buchen. Die Fähre kommt einmal täglich vorbei. Die Fähre kann aber nicht bis zum Strand heranfahren. Deshalb hält die Fähre vor jeder Insel und die einzelnen Resorts und Dörfer senden dann die kleinen Boote zum Fähre aus, um Touristen abzuholen, Touristen zu bringen, Güter und Esswaren umzuladen usw. Wenn die Fähre also ausgebucht war, konnte man nicht weiterreisen. D.h. man musste sich also rechtzeitig darum kümmern. Und "locals" durften die Fähre nur benutzen, wenn sie nicht von Touristen ausgebucht war (denn sie bezahlen nur den halben Preis).
Blue Lagoon Resort war ebenso paradiesisch wie Octopus Resort! Hier war jedoch das Wasser noch türkiser, der Strand noch weisser und das Korallenriff noch interessanter. Unglaublich! Hier gehörten folgende Aktivitäten zu unseren Ferien:
Tauchen, schnorcheln, Nacht-schnorcheln, Besuch im Dorf (mehr dazu später), Beachvolley, "sünnele", wiederum hochinteressante Gespräche mit dem Hotelmanager über das Leben auf solch kleinen Inseln, die Clans, Kultur, Weltbild etc. Hier wiederum ein paar Impressionen:





(Hier ist gerade ein Krabben-Rennen im Gang. Jeder / Jede konnte sich eine Krabbe aussuchen und markieren. Danach wurden sie alle in der Mitte der Kreise entlassen. Diejenige Krabbe, die als erste über die Kreislinie herauskrabbelte, hatte gewonnen. Leider waren unsere Krabben recht langsam...)

Der Besuch im Dorf (zusammen mit ca. 20 anderen Gästen) verlief folgendermassen: Frauen mussten Schultern und Knie bedecken, durften aber keine Hose tragen, sondern ein Jupe bzw. Kleid. Wir fuhren wiederum mit dem Boot der Küste entlang zum Dorf. Dort besuchten wir als erstes eine der drei Kirchen. Dies war eine reformierte Kirche...

Anschliessend durften wir die katholische Kirche anschauen...

Und daraufhin wurden wir in der community hall überaus feierlich begrüsst. Schon als wir an Land gingen, hörten wir jemanden durch eine grosse Muschel blasen (ähnlich einem Jagdhorn), was bedeutete, dass die Touristen nun da waren und sich die Dorfbewohner für die Zeremonie bereitmachen sollten. Nun waren also viele Leute dort versammelt, edel angezogen und mit vielen Blumenketten ausgestattet. Wir durften im Folgenden fantastische musikalische Einlagen bewundern; es wurde gesungen, getanzt und gefeiert. Auch wir Touris durften mitmachen :-) Und jeder Touri erhielt eine Blumenkette.

Bevor wir dann über den hand craft market spazieren durften, wurden uns noch die Dorf-Regeln vorgestellt (siehe Bild). Hier steht, wann welche Pflanze gesät und geerntet werden soll und wie sich die Menschen zu verhalten haben.
1. Frauen dürfen keine schulterfreien T-Shirts tragen. (Regel 2 und 3 habe ich leider vergessen) 4. Marihuana ist verboten. 5. Cava darf man nur bis 23:00 Uhr trinken, danach müssen alle nach Hause gehen und ruhig sein.


Wir durften auch noch die Schule besuchen. Auch dort hatten die Kids viele Lieder vorbereitet und sangen aus vollen Kehlen herrliche Lieder. Viele davon waren in Englisch.
(Jungs in weissen Hemden, Mädchen in violetten Kleidern)

Der Abschied von Fiji fiel mir persönlich sehr schwer! Ich habe die Tage im Paradies sehr genossen und sehr viele wunderbare und interessante Eindrücke mitnehmen können.




Montag, 29. August 2011

Letzte Woche in Neuseeland

Die letzte der drei Wochen in Neuseeland ist leider schon vorbei. Nach dem Untergrund-Abendteuer sind wir mit unserem schnuggeligen Ford Focus südwärts gefahren. Unterwegs wurde Lara-die-Seriöse von der Polizei mit Blaulicht verfolgt und bei der anschliessenden Kontrolle darum gebeten, dass sie doch bitte langsamer fahren solle :-) Zum Glück war der Polizist ausserordentlich nett und wollte mir keine Busse ausstellen. Wären doch bloss alle Polizisten so rücksichtsvoll! ;-) Nach sieben Stunden Autofhrt erreichten wir Wellington, wo wir die Nacht verbrachten und am nächsten Morgen früh in den Tag starteten. Schon um 7:30h mussten wir auf der Fähre einchecken, um von der Nordinsel auf die Südinsel zu gelangen. Unser Auto im Unterdeck parkiert verbrachten wir die drei Stunden teilweise schlafend, teilweise auf dem Oberdeck, wo man ein unglaublich schönes Naturspektakel bewundern konnte. Die Einfahrt auf der Südinsel durch verschiedene Fjorde war sehr beeindruckend!





Lara-die-häufig-Seekranke hatte provisorisch zwei Anti-Übelkeitstabletten geschluckt. Das war ein Fehler! Den ganzen Tag über bin ich überall eingeschlafen, als wäre ich auf Drogen gewesen. Man sollte sich also tatsächlich an die Anweisungen auf der Packungsbeilage halten. :-)
Nach einer langen und ruhigen Nacht besuchten wir am nächsten Morgen früh (Donnerstag) zusammen mit einem Jugi-Genossen den wunderschönen Wakakiri Beach im Nordwesten der Südinsel. Dieser besteht aus vielen riesigen Sanddünen, imposanten Kalk-Felsen und tanzendem Sand. Zudem mündet dort ein Bach ins Meer. Und man staune: Im Bach lebt eine Robbenkolonie. Wir hatten sogar das Glück, dass uns fünf junge Robben entgegen kamen und uns aus allernächster Nähe betrachten kamen, bevor sie vom Bach ins Meer rüber "rannten". Das war eindrücklich. Und in den Sanddünen liess es sich sehr gut herumrennen und Jumps testen :-)






Am Nachmittag fuhren wir dann in den weltbekannten Abel Tasman National Park. Leider waren wir - aufgrund der Aussersaisonalität - zu spät, um Kayaks zu mieten. Wir konnten aber mit einem Water Taxi (ein Motorboot-Taxi) an der gesamten Küste entlang hinauf und zurück fahren und alle Buchten und Inseln von Nahem betrachten. Wir hatten auch hier wieder das fantastische Glück, dass wir Delfine sahen, welche mit den Wellen unseres Bootes spielen wollten und neben unserem Boot her schwammen. Lago mio, so schön! Und auf der einen kleinen Insel konnten wir wieder eine Robbenkolonie bestaunen, wo auch wieder zwei Jungtiere gespannt um unser Boot herum schwammen und uns neugierig betrachteten.






Zurück an Land fuhren wir zur nächsten grösseren Stadt namens Nelson, wo wir in einem coolen Hostel mit Whirlpool übernachteten. Und am Freitag nahmen wir dann schon wieder die Fähre, um zurück auf die Nordinsel - nach Wellington - zu gelangen.
Am Freitag Abend war natürlich wieder Fiesta angesagt. Man muss schliesslich mit der Zeit gehen. Und was macht man an Wochenenden? Richtig, feiern! :-) Am Freitag lernten wir verschiedene Leute kennen, welche uns dann auch am Samstag Abend dazu einluden, den Abend im Kiwi-Style zu verbringen. Dies beinhaltete ein gemeinsames Anstossen bei einem Kiwi Zuhause, welcher wunderbarerweise auf einem Hügel oberhalb von Wellington wohnte. Von dort aus hatten wir eine weltklasse Aussicht auf das Lichtermeer unter uns. Und der Abend endete natürlich in einem Club, dem fancy Club Red Square, ein "must" für alle Nachtmenschen.

Nebst feiern haben wir aber auch die Stadt erkundet. Wellington ist eine wirklich coole Stadt! Raumplanerisch gesehen ein Vorbild. Die öffentlichen Plätze entlang der Meeres-Promenade sind extrem stylisch gestaltet worden, wo sich an sonnigen Tagen ganz Wellington trifft. Hier wird geskatet, gebadet (auch im Winter!), mit BMX geturnt, gelesen, Glace gegessen, geschwatzt, spaziert, musiziert, Spiele gespielt... einfach alles! Und auch das eindrückliche Nationalmuseum haben wir besucht.




Morgen Dienstag geht es nun für uns weiter nach Fiji. Neuseeland war toll!!!! Aber nun freue ich mich auch wieder auf die sommerliche Wärme, Strände, Lagunen und schöne Tauchgänge.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!
Ganz liebe Grüsse, Lara
PS: Die Adresse unserer Unterkunft in Cairns seht ihr nun in der Box rechts.

Montag, 22. August 2011

Kiwiland = Wunderland

Inzwischen ist die schlimmste Kälte überstanden. Normalerweise beträgt die Durchschnittstemperatur im Winter auf der Nordinsel um die 12 Grad Celsius, wir allerdings erfuhren maximal 6 Grad tagsüber, in der Nacht konnte es sogar gefrieren. Aber jetzt geht's wieder bergauf und wir geniessen göttliche 12 Grad.
Seit dem letzten Blogeintrag sind wir von Whitianga runter nach Rotorua, Taupo und Waitomo gefahren. Auf dem Weg von Coromandel nach Rotorua (Ostküste) besuchten wir noch eine wunderschöne Bucht und den sogenannten Hot Water Beach.



Am Hot Water Beach kann man ein Loch in den Sand buddeln und nach warmen Quellen suchen. Ein paar Australier waren so nett und haben uns ihren kleinen Pool überlassen, so mussten wir nicht mal gross buddeln. Das warme Wasser war eigentlich nicht warm, sondern HEISS!! Das kommt mit 65 Grad aus dem Boden raus. Also musste man immer auch ein bisschen kaltes Wasser reinlassen, damit man sich nicht verbrannte. Das war schon komisch, bei kalten Temperaturen am Strand im Bikini zu "plegeren" :-)





Weiter ging's nach Rotorua und Taupo. Beide Städte - Rotorua und Taupo - sind bekannt für Adventure-Trips und ihre geothermischen Quellen, Geysire, Schlammbäder usw. Beide liegen auf einer vulkanisch ausserordentlich aktiven Zone! Also war es ein absolutes Muss für uns, diese wunderbaren und seltsamen Erscheinungen genauer anzuschauen.











Die Fotos zeigen einen Geysir, Schlammpools, und zwei "Seen". Der eine See ist 62 Meter tief, jedoch nur knapp 15 Meter breit. Es ist also eher ein Loch mit sehr heissem Wasser drin. An den Rändern haben sich die Ablagerungen gelb, orange und rot gefärbt. Und weil das Wasser so heiss und die Luft so kalt ist, sind andauernd Dunstwolken aufgestiegen, welche vom Wind verweht wurden. Das war ein ausserordentlich spektakuläres Phänomen, insbesondere, weil der Wind nie aus derselben Richtung kam und die bezauberndsten Wirbel geformt hat. Der andere See ist neon-grün, weil er stark mit Arsen gesättigt ist. Sollten also nervtötende Kinder die Ruhe stören, kann man ihnen drohen, sie da rein zu schmeissen :-)



Vielerorts gelangen die heissen Dämpfe an die Oberfläche. Das sieht dann sehr misteriös aus, wenn im Nirgendwo einfach unzählige Dunstwolken aus dem Boden aufsteigen.

Nach "ein bisschen" Nachtleben in Taupo inkl. Rodeo Riding, sind wir gestern dann nach Waitomo gefahren. Hier logieren wir in einem fantastischen Hostel mit einem wunderbaren Cheminee im Wohnzimmer, was die Herzen, die Füsse und die Hände wärmt. Leute aus allen Altersschichten hausen hier und schauen alle zusammen Lord of the Rings 1 bis und mit 3 :-)
Und heute waren wir im Untergrund. Waitomo ist bekannt für sein ausserordentlich grosses Höhlensystem unter dem Boden. Weil das Gestein aus Meeressedimenten geformt wurde, ist es sehr anfällig auf Erosion. So haben sich verschiedene Flüsse einen Weg unterirdisch gesucht und so die schönsten und spannendsten Höhlen geformt. Von der Oberfläche sieht man nichts, ausser dass zwischendurch mitten auf einer Weise eine riesige Sackung zu sehen ist. Das freut natürlich jedes Geografenherz!
Wir sind also den ganzen Tag auf einer Tour durch diese Höhlen gewesen. Wir trugen zwei Neoprenanzüge, Helme, Neoprensocken und Stiefel. Der Trip begann mit einem kleineren Abseilen in die Tiefe. Lächerliche 100 Meter seilten wir uns selber ab. Man sah nicht, wo's hinging, denn der Boden der Höhle war aufgrund des Nebels im Untergrund nicht sichtbar. Das war ja soooooo hammer! Unten ging's dann zuerst noch trocken und dann bald auch IM 8-grädigen Fluss vier Stunden lang durch die Höhlen. Das war unglaublich! Morgen werde ich hundertprozentig wahnsinnigen Muskelkater haben, da man sehr viel Kraft einsetzen musste, um sich im teilweise reissenden Fluss an den Felsen hochzuziehen. Dazu gehörten auch Klettern, Schwimmen, von-den-Felsen-ins-Wasser-Fallen usw. Und etwas ganz erstaunliches waren die Glühwürmchen, die sich diese Höhlen zum Lebensraum gemacht haben. Unsere Helme verfügten über Stirnlampen. Schaltete man diese aus, sah man an der Decke üüüüüüberall grüne Glühwürmchen. Unbeschreiblich!







Nun sind wir total "uf dr Schnure" und gehen wohl früh zu Bett. Morgen fahren wir ca. 7 Stunden südlich Richtung Wellington, weil wir kurzerhand auf die Südinsel überschiffen möchten. Wir wollen den Abel Tasman National Park anschauen gehen.

Ich wünsche euch eine tolle, sommerliche Woche!!
Ganz liebe Grüsse aus dem Wunder-Kiwiland